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Wuyuan, wie ein großer Park, hat an jeder Stelle atemberaubende Landschaftspunkte, und deshalb heißt der Ort in China auch "das letzte noch erhaltene Shangri-la". Im Frühling kommen Besucher, um die Baumblüte zu sehen, im Herbst, um die Pracht der bunten Blätter zu bewundern. In Wuyuan liegen viele gut erhaltene Dörfer aus alter Zeit, Jiangwan, Likeng, Wangkou, Sixi oder Likeng, inmitten bewaldeter Berg-und Flußlandschaften. Ihre Mauern, ihre geschwungenen Dächer und ihre schwarzen Ziegel fügen sich harmonisch in die Landschaft und strahlen Ruhe aus. Die kleinen Brücken, die Pflasterstraßen und die Terrassenfelder lassen den Besucher meinen, er befinde sich in einem alten chinesischen Gemälde.
Doch Wuyuan hat nicht nur eine prachtvolle Landschaft zu bieten. Wuyuan war immer ein Ort der Gelehrsamkeit. Viele bedeutende Namen sind aus Wuyuan hervorgegangen. Von der Song- bis zur Qing-Zeit kamen rund 2.665 Beamte, darunter 550 hohe Beamte, aus Wuyuan. In alter Zeit sagte man: "Neun Mitglieder einer Wuyuan-Familie legten die kaiserlichen Examina ab, und vier der sechs kaiserlichen Minister haben hier studiert." Literaten und Gelehrte aus Wuyuan schufen mehr als 3.100 Werke. Und allein 172 davon wurden in das literarische Kompendium Si ku quan shu ("Die vier Zweige der Literatur") aus dem 18. Jahrhundert aufgenommen. Aus Wuyuan stammten ebenfalls viele bekannten Persönlichkeiten, wie der Dichter und Schriftsteller Zhu Bian, der Philosoph und Pädagoge des Neokonfuzianismus Zhu Xi, der Siegelschnitzer der Ming-Zeit He Zhen, der Sutra-Experte der Qing-Zeit Jiang Yong, der Wissenschaftler Qi Yanhuai, der "Vater der Eisenbahn" Zhan Tianyou, der Medizinforscher der Neuzeit Cheng Menxue.

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